Widersprüche im Mietvertrag sind oft verheerend

Geschrieben von Helmut Lindemann

Sie als Vermieter handeln schon richtig, wenn Sie einen vorgefertigten Mietvertag bei Ihren Vermietungen nutzen, aber…

Sie müssen unbedingt auf Widersprüche im Vertrag achten. Finden sich in einzelnen Vereinbarungen Widersprüche, dann gilt der Vertrag in diesen Bereichen nicht, sondern nur das Gesetz. Bestehen Widersprüche zwischen den Klauseln gehen diese zulasten des Verursachers, der das Vertragsformular in die Verhandlungen eingebracht hat und dies zum Abschluss des Mietvertrages nutzt (Verwender, § 305c Abs. 2 BGB).

Da Sie das Vertragsformular bei den Verhandlungen mit Ihrem Mietinteressenten zu Grunde gelegt haben, sind Sie im Sinne des Gesetzes auch Verwender. Dies kann sich zu Ihrem Nachteil bei den Abrechnungen z. B. der Betriebskosten auswirken.

Da in diesem Fall das Gesetz gilt und das Gesetz die Lasten der Umlagen dem Vermieter zuweist, muss dieser sämtliche Kosten tragen. Was für einzelne Klauseln von Bedeutung ist, erstreckt sich natürlich auch auf das gesamte Vertragswerk.

Aus diesem Gerichtsurteil lernen wir, dass Mietverträge, wie Verträge allgemein, sehr sorgsam vorzubereiten und auszufüllen sind. Am besten lassen Sie Ihre Mietverträge durch einen unserer Experten auf Widersprüchlichkeit hin prüfen.

Weitere Informationen über das Vertragswesen finden Sie im internen Bereich des RMI-Marktplatzes.

Kategorie:
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen